Hashtags vs. Schlagwörter: Das zählt 2025 auf Instagram wirklich

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Hashtags oder Schlagwörter – was ist 2025 eigentlich wichtiger für deine Reichweite auf Instagram? Vielleicht hast du auch schon die typischen Schlagwort-Wolken am Ende von Beitragstexten gesehen und dich gefragt, ob du das jetzt auch brauchst.

In diesem Artikel zeige ich dir, worin sich Hashtags und Schlagwörter unterscheiden, wie sich der Instagram-Algorithmus in den letzten Jahren verändert hat und worauf es 2025 wirklich ankommt. Mit dabei: Praxisbeispiele, klare Tipps für deinen Insta-Alltag – und mein persönlicher Umgang mit Hashtags & Schlagwörtern.

Community-Frage: Sind Schlagwörter auf Instagram wichtig?

Neulich hat mir ein User im Story-Fragesticker eine Nachricht hinterlassen, die direkt mein Instagram-Herz zum Hüpfen gebracht hat:
„Was hat es eigentlich mit diesen Schlagworten auf sich – sind die ein Must-have oder optional?“

Screenshot einer Instagram-Frage aus dem Fragesticker: „Was hat es mit den Schlagworten auf sich? Must have oder optional?“
Sibylle von @lebendigachtsam möchte wissen, wie wichtig Schlagwörter 2025 auf Instagram sind.

Solche Fragen liebe ich. Denn sie zeigen, was Selbstständige im Instagram-Alltag wirklich beschäftigt – und genau das sind die Themen, über die ich hier schreibe. Und weil die Antwort nicht in zwei Sätze passt, gibt’s hier einen knackigen Blogartikel dazu.

Hashtags vs. Schlagwörter: Was ist der Unterschied auf Instagram?

Fangen wir mit den Basics an:

  • Hashtags sind Wörter im Beitragstext mit einer Raute # vorne dran (werden von Instagram blau geschrieben). Sie sind anklickbar und führen dich zu einer Sammlung von Beiträgen, die mit demselben Hashtag versehen wurden.

    Praxisbeispiel einer Familienberaterin: #urlaubmitkindern
    (siehe Grafik unten: Punkt 1 – ganz unten in blau)

  • Schlagwörter sind Begriffe, die du in deinem Beitrag sowohl im Text als auch im Bild verwendest. Keine Raute, kein Klick – aber der Algorithmus liest mit.

    Praxisbeispiel einer Familienberaterin: Urlaub mit Kind
    (siehe Grafik unten: Punkt 2 – im Titelbild und im Beitragstext)
Screenshot eines Instagram-Posts des Accounts „familienstark“. Im Bild steht „5 Dinge, die dir den Urlaub mit Kind erleichtern“ mit einem Foto einer Frau im Sonnenbrillen-Look. In der Caption werden Tipps für den Urlaub aufgelistet. Am Ende stehen mehrere Hashtags (z. B. #urlaubmitkindern), während in der Caption selbst Schlagwörter wie „Urlaub mit Kindern“ oder „Snacks“ natürlich vorkommen.
Praxisbeispiel von @familienstark für die unterschiedliche Handhabung von Hashtags und Schlagwörter: Hashtags (1) werden mit # vorangestellt, Schlagwörter (2) sind im Text und im Bild eingebaut.

Hashtags früher: Warum der Algorithmus damals anders tickte

Wer schon länger auf Instagram unterwegs ist, kennt das Spiel:
Bis zu 30 Hashtags wurden sorgfältig ausgewählt, analysiert, in Excel-Tabellen gesammelt, ausgewertet und immer weiter optimiert. Manche haben ganze Bibliotheken an Hashtag-Gruppen gepflegt.

Screenshot einer Instagram-Hashtag-Wolke mit knapp 30 fein säuberlich analysierten Hashtags, wie sie 2022 noch üblich war. Darunter Begriffe wie #mamaleben, #oberösterreich, #schlafberatung oder #baby2022.
So sahen klassische Hashtag-Blöcke noch im Jahr 2022 aus: knapp 30 fein säuberlich analysierte Hashtags mit vorangestellter Raute, gesammelt am Ende des Beitragstextes für maximale Reichweite. Praxisbeispiel von @familienstark.

Damals war das auch sinnvoll, denn Hashtags waren der einzige Weg, wie Instagram verstanden hat, worum es in deinem Beitrag geht.

Heute ist das Vergangenheit.

Pssst… wusstest du schon? Heute kannst du dein Instagram-Profil sogar bei Google platzieren – wie genau das geht, erkläre ich in diesem Artikel (<- klick).

Instagram-Algorithmus 2025: So werden Inhalte heute bewertet

Im Jahr 2025 ist Instagram deutlich schlauer geworden – und zum Glück musst du keine Hashtag-Excel-Tabellen mehr pflegen und analysieren.

Der Algorithmus zieht seine Infos jetzt aus verschiedenen Quellen:

  • Hashtags: werden immer noch berücksichtigt, aber bei weitem nicht mehr so relevant.
  • Beitragstext: Alle Worte, die du in der Bildunterschrift verwendest, werden ausgelesen.
  • Foto- und Video-Inhalte: Die Bilderkennung analysiert, was auf dem Foto oder in dem Video zu sehen ist (auch Texte auf Grafiken bzw. Untertitel in Reels).
  • Alt-Text: dient der Bildbeschreibung für Menschen mit Sehbeeinträchtigung – auch dieser Text wird ausgelesen.

Heißt: Selbst wenn du keinen einzigen Hashtag setzt, weiß Instagram trotzdem sehr genau, worum es in deinem Beitrag oder Kurzvideo geht.

Hashtags & Schlagwörter richtig nutzen: Tipps für 2025

Jetzt mal Butter bei die Fische: Wie machst du es am besten?

  • 3 bis ca. 5 Hashtags, die dir spontan einfallen, reichen völlig. Mehr musst du dir nicht antun. Schon gar keine Hashtag-Recherche.
  • Hashtags immer ans Ende des Beitragstextes – bitte nicht mitten in den Fließtext einbauen. Das stört die Lesbarkeit und wirkt unruhig.
  • Schlagwörter am besten direkt in den Beitragstext und in die Grafik/Video als Textbaustein einbauen, sofern es sich sinnvoll ergibt. Bitte KEIN Keyword-Stuffing.
  • Optional: Schlagwörter am Ende des Beitragstextes nur ergänzen, wenn sie nicht ohnehin schon in deiner Bildbeschreibung oder im Foto/Video vorkommen.

Ich verwende meist 3 bis 5 Hashtags, je nachdem, wie viele Begriffe mir spontan zum jeweiligen Beitrag einfallen. Schlagwörter schreibe ich nicht extra am Ende des Beitragstextes dazu, weil sie in meinem Beitragstext und/oder im Bildmaterial meist sowieso schon vorkommen.

So viel Aufwand wie nötig, so wenig wie möglich – meine Devise auf Instagram.

Fazit: Hashtags und Schlagwörter sind beide wichtig, aber…

Also, wie lautet die Antwort auf die große Frage:
Hashtags oder Schlagwörter – was zählt 2025 wirklich?

Beides kann helfen, aber Hashtags sind nicht mehr der Reichweiten-Hebel, der sie mal waren. Schlagwörter – im Beitragstext, im Bildmaterial, im Alt-Text – sind mindestens genauso wichtig.

Die gute Nachricht: Du musst dich nicht verrückt machen.
Erstelle lieber interessante, relevante Inhalte, die klar zu deinem Business-Thema passen. Dann versteht Instagram dich auch ohne Hashtag-Block oder Schlagwort-Wolke.

Und wie beim Kochen gilt: Salz und Pfeffer machen das Gericht runder, aber entscheidend bleibt das Rezept. Dein Content ist die Basis – Hashtags und Schlagwörter sind nur die Gewürze.

4 Kommentare

  1. Martina, ich mag deine Art zu schreiben sehr – klar und immer mit ganz konkreten Themen.

    Das Hashtag-Game fand ich ehrlich gesagt schon immer ein bisschen drüber. Umso mehr freut es mich, dass du das so auflockerst. Vielleicht traue ich mich damit tatsächlich auch mal an Instagram ran.

    LG Eva

    1. Liebe Eva,

      danke dir für deinen Kommentar – freut mich wirklich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat!

      Und ja: Das ganze „Hashtag-Optimierungs-Game“ war teilweise echt etwas überzogen. Dabei geht’s am Ende weniger um 30 perfekte Hashtags sondern um verständliche Inhalte, die die richtigen Menschen erreichen.

      Wenn du dich dadurch ein Stück näher an Instagram herantraust, dann hat der Artikel genau das erfüllt, was er sollte. 😊
      Du musst nicht alles von Anfang an perfekt machen – anfangen reicht.

      Alles Liebe
      Martina

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