Manchmal stolpert man über einen Blogartikel und denkt sich sofort: „Mist. Der spricht genau mich an.“
Genau so ging es mir, als ich über die Blogparade von Alexandra Bohlmann mit dem Titel „Zeig deinen Projektfriedhof“ gestolpert bin. Allein dieses Bild hat mich sofort zum Schmunzeln gebracht. Statt von „offenen To-dos“ oder „unfertigen Projekten“ zu sprechen, nennt sie sie einen „Projektfriedhof“. 💀🪦
Und mal Hand aufs Herz: Fast jede von uns hat Projekte, die irgendwann mit Riesen-Motivation gestartet wurden und dann… nun ja… irgendwo zwischen Alltag, anderen Prioritäten und der nächsten spannenden Idee begraben wurden.
Bei mir ist das nicht anders. Im Gegenteil.
Als Alexandra mich auf meinen Projektfriedhof geschickt hat
Auf Instagram kenne ich mich richtig gut aus. Dort weiß ich genau, was funktioniert, wie ich Inhalte aufbaue und wie ich meinen Kundinnen dabei helfe, sichtbar zu werden. Das geht mir ziemlich leicht von der Hand.
Sobald ich allerdings an meiner eigenen Website arbeite, bin ich plötzlich wieder blutige Anfängerin. Fehlende Ideen, technische Hürden, Plugins, Designfragen, SEO, … Manchmal sitze ich davor und denke mir: Na bumm… wie schaffen das all die anderen Selbstständigen mit so einer Leichtigkeit?
Aber genau wie ich es meinen Kundinnen in Bezug auf Instagram immer wieder sage, gilt auch hier:
Nicht zerdenken. Einfach machen.
Gesagt ist das natürlich schneller als getan. Aber ich bleibe dran. Und deshalb nehme ich dich heute mit auf einen kleinen Rundgang über meinen ganz persönlichen Projektfriedhof (wie Alexandra es nennt).
Wenn ich meine Website mit einem Friedhof vergleichen müsste, dann wäre sie vermutlich kein kleiner Dorffriedhof, sondern eher ein ausgewachsener Zentralfriedhof. Überall Projekte, die irgendwann mit viel Motivation begonnen wurden. Manche sind fast fertig. Andere bestehen nur aus einer Idee. Wieder andere warten seit Monaten (oder sogar Jahren *upsi*) darauf, endlich fertiggestellt zu werden.
Mit einer Ausnahme – es gibt nämlich einen Bereich meiner Website, der regelmäßig gepflegt wird: meinen Blog. Dort werden am Grab regelmäßig neue Blümchen gepflanzt. Neue Artikel kommen dazu, bestehende werden aktualisiert und ich freue mich jedes Mal, wenn wieder ein neuer Beitrag online geht. Warum mein Blog so viel Aufmerksamkeit bekommt, habe ich übrigens in diesem Blog-Artikel erzählt.
Der Rest der Website schaut eher so aus, als würde nur einmal im Jahr jemand mit der Gießkanne vorbeikommen. Aber nun ja, schauen wir uns den mal gemeinsam an:
Ein Rundgang über meinen Projektfriedhof aka Website
Schnapp dir eine Schaufel und wir drehen gemeinsam eine kleine Runde über meinen Projektfriedhof. Ich zeig dir die vier größten Baustellen aber auch besonders schöne Ecken, die ich mag.
Das Baustellenschild auf meiner Startseite
Beginnen wir gleich beim Haupteingang meines Zentralfriedhofes. Seit November 2024 (!) begrüßt meine Besucher:innen auf der Startseite ein großes Schild mit der Aufschrift:
„Diese Seite befindet sich im Aufbau.“ 🚧

Und nein, das ist leider kein kurzfristiger Umbau. Dieses Schild steht dort inzwischen seit rund eineinhalb Jahren. Und ich finde das ehrlich gesagt auch ziemlich peinlich.
Denn die Startseite ist das Aushängeschild einer jeden Website. Sie ist der erste Eindruck, den Besucher:innen von meinem Business bekommen. Und meiner lautet momentan sinngemäß: „Entschuldigung, wir bauen noch.“ Nicht gerade einladend.
Auf meiner Über-mich-Seite ists stiller als am Friedhof
Direkt nach der Startseite gehört die Über-mich-Seite zu den meistbesuchten Bereichen einer Website. Eigentlich logisch, denn Menschen kaufen von Menschen. Viele möchten wissen, wer hinter der „Insta-Tante“ steckt und mehr über Martina erfahren.
Blöd nur, wenn dort seit November 2024 Totenstille herrscht. Stiller als auf einem Friedhof eben.
Zum Glück hatte ich wenigstens einen halbwegs klugen Einfall: Weil ich noch keine richtige Über-mich-Seite hatte, habe ich dort stattdessen kurzerhand meinen Blogartikel zu meinen Fun-Facts eingebunden.

Nicht die eleganteste Lösung. Aber so können Besucher:innen zumindest irgendetwas über mich lesen. Perfekt? Bei weitem nicht. Aber definitiv besser als eine komplett leere Seite.
Meine Angebotsseite ist eher Textwüste als Schaufenster
Dann kommt der Bereich, der vermutlich das größte Potenzial verschenkt: Meine Angebotsseite.
Ansprechende Bilder? Fehlanzeige. Testimonials? Suchst du vergeblich. Eine klare Struktur, die dich durch mein Angebot führt? Nope. Stattdessen wartet dort aktuell hauptsächlich ein großer Textfladen darauf, irgendwann einmal in eine richtige Angebotsseite verwandelt zu werden. Ganz ehrlich? Kein Wunder, dass darüber bisher noch niemand gebucht hat.

Zum Glück ist Instagram mein wichtigster Marketingkanal. Sonst hätte ich mir damit vermutlich schon selbst mein Grab geschaufelt (wie passend… hier am Friedhof).
Meine wichtigste Leistung versteckt sich in einem Kalendertool
Fast schon ironisch: Meine 1:1-Beratung ist das Herzstück meiner Selbstständigkeit. Genau dieses Angebot verdient einen richtig schönen Platz auf meiner Website. Eine Seite, die erklärt, für wen das Angebot gedacht ist. Mit Einblicken, Kunden-Beispielen, mit FAQs und einem klaren Überblick.
Die Realität? Aktuell gibt es dazu lediglich einen kurzen Beschreibungstext direkt im Kalender-Buchungstool. Naja, immerhin funktioniert das Tool hervorragend. Es hat mir schon viele Buchungen über Instagram beschert. Aber eine liebevolle Produktpräsentation sieht definitiv anders aus.

Zwischen all den Grabsteinen blüht doch etwas
So trostlos mein Projektfriedhof auch aussieht – nicht alles ist finster und unheimlich. Es gibt durchaus Bereiche, auf die ich richtig stolz bin:
🌺 Da wäre zum Beispiel meine Newsletter-Anmeldeseite. Die habe ich erst vor Kurzem komplett überarbeitet und jedes Mal, wenn ich sie öffne, denke ich mir: Ja. Genau so wollte ich das haben.
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🌺 Auch meine beiden kostenlosen Freebies rund um Instagram-Reels gehören für mich zu den schönsten Ecken meiner Website. Wenn mir Leserinnen schreiben, dass sie damit ihr erstes Reel veröffentlicht oder nun endlich die 1.000-View-Marke geknackt haben, dann weiß ich: Die viele Arbeit hat sich gelohnt. Hier kannst du dir die Anleitung holen, mit der du in nur 15 min. aus Fotos, die du eh schon auf deinem Handy hast, ein Instagram-Reel erstellst (inkl. Reel-Vorlage und Lückentext). Und hier zeige ich dir drei typische Reel-Fehler, die deine Reichweite drosseln und wie du es besser machst (mit anschaulichen Vorher-Nachher-Beispielen).
🌺 Und ja, auch Impressum und Datenschutzerklärung sind final fertig. Nicht besonders sexy, aber hey: Irgendwo muss man schließlich anfangen (und zumindest kann mich so niemand verklagen – is ja auch schon was *lol*)
Der Anfang vom Ende meines Projektfriedhofs
Eigentlich wollte ich für Alexandras Blogparade „nur schnell“ diesen Artikel runterschreiben. Und dann ist etwas passiert, was mich selbst überrascht hat. Denn während ich hier so über meine unfertigen Web-Seiten geschrieben habe, dachte ich mir:
„Jetzt hör mal auf, nur darüber zu schreiben – mach doch einfach.“
Also habe ich mir das Baustellenschild auf meiner Startseite vorgenommen. Und siehe da: Die Überarbeitung ging deutlich schneller als gedacht. 💪✨

Natürlich nicht ganz ohne Hilfe: Von meiner Blog-Mentorin Judith Peters hatte ich mir schon vor längerer Zeit eine Anleitung gespeichert, was alles auf eine gute Startseite gehört. Damals dachte ich: „Ja, irgendwann schaue ich mir das einmal genauer an.“ Jetzt war dieses „Irgendwann“ gekommen.
Schritt für Schritt habe ich die Inhalte ergänzt, Texte geschrieben und die Seite aufgebaut. Ist sie perfekt? Natürlich nicht. Fehlen noch Kleinigkeiten? Definitiv. Optisch könnte ich sie auch noch an vielen Stellen verschönern. Aber weißt du was?
🥳 Sie ist endlich da – meine neue Startseite ist jetzt online. Und genau darauf bin ich mächtig stolz. Früher hätte ich wahrscheinlich noch wochenlang an Formulierungen gefeilt, Farbnuancen angepasst und jedes Detail hinterfragt. Heute weiß ich: Eine gute Seite, die online ist, bringt deutlich mehr als eine perfekte Seite, die niemals veröffentlicht wird.
Das Verrückte daran? Kaum war die Startseite fertig, hatte ich plötzlich Lust, gleich weiterzumachen. Als Nächstes ist meine Über-mich-Seite dran. Ich glaube, ich habe Feuer gefangen. Danke Alexandra für den Anstupser mit deinem Aufruf zur Blogparade.

Warum mein Projektfriedhof entstanden ist – und warum ich dennoch dazu stehe
Ich habe mehr Ideen als Zeit. Neben meiner Selbstständigkeit arbeite ich in einer Festanstellung. Ich habe eine Familie, Haushalt, engagiere mich in einem Verein und freue mich, wenn zwischendurch noch Zeit für Hobbys wie Karate, Salsa oder einfach einen gemütlichen Abend auf dem Balkon bleibt. Irgendetwas bleibt dabei zwangsläufig liegen. In den letzten Monaten (oder Jahren *g*) war das eben oft meine Website.
Dazu kam noch ein Gedanke, der sich im Nachhinein als ziemlicher Denkfehler herausgestellt hat. Ich dachte mir:
„Meine Website wird über Google und KI derzeit ohnehin nicht gefunden. Warum sollte ich also viel Zeit investieren?“
Je länger ich darüber nachdenke, desto absurder klingt diese Überlegung eigentlich. Denn natürlich kann meine Website gar nicht gut gefunden werden, wenn wichtige Seiten fehlen oder nur aus einem halbfertigen Text bestehen.
🔃 Ein klassischer Teufelskreis:
- Keine Besucher:innen –> also investiere ich keine Zeit.
- Keine Zeit –> also wird die Website nicht besser.
- Schlechte Website –> keine Besucher:innen.
Während ich diesen Artikel schreibe, merke ich erst so richtig, wie sehr ich mich damit selbst ausgebremst habe.
Trotzdem bereue ich meinen Weg nicht. Seit Beginn meiner Selbstständigkeit begleitet mich nämlich ein Satz:
Starte erst mal unperfekt.
Nicht, weil Unperfekt mein Anspruch wäre (ganz und gar NICHT!). Sondern weil es – für mich – der einzig realistische Weg ist, meine Selbstständigkeit und alles Drumherum handzuhaben.
Ich predige meinen Kundinnen auf Instagram ja schließlich auch NICHT, dass sie erst loslegen dürfen, wenn das Reel perfekt geschnitten, der Beitragstext makellos und das Canva-Titelbild bis ins letzte Detail optimiert ist. Ich sage ihnen: Mach es einfach. Denn nur veröffentlichter Content kann wirken.
Vielleicht sollte ich öfter auf meinen eigenen Rat hören. *zwinker*
Mein größtes Learning aus meinem Projektfriedhof
Während ich diesen Artikel geschrieben habe, ist mir noch etwas anderes bewusst geworden: Ich habe meinen Projektfriedhof (aka Website) die ganze Zeit als Beweis dafür gesehen, was ich alles noch nicht geschafft habe.
Dabei erzählt er eigentlich noch eine zweite Geschichte. Nämlich die, was in den letzten Jahren alles entstanden ist:
- Meine Selbstständigkeit
- Mein Newsletter
- Zwei kostenlose Freebies
- Regelmäßige Blogartikel
- Instagram-Workshops
- Viele großartige Kundinnen, die ich auf ihrem Weg mit Instagram begleiten durfte
- und vieles mehr
Wenn ich den Blick nur auf die unfertigen Projekte richte, vergesse ich all das viel zu schnell.
Vielleicht braucht es deshalb manchmal genauso einen kleinen Anstoß von außen. Wie eine Blogparade, ein Gespräch mit deinem Business-Buddy, eine gute Anleitung. Oder einfach jemanden, der sagt: „Komm, fang einfach an.“ Bei mir war genau das der entscheidende Impuls.
Ausblick: Mein Projektfriedhof wird Stück für Stück zum Garten
Meine Website wird Ende 2026 wahrscheinlich immer noch nicht perfekt sein. Und weißt du was? Das muss sie auch gar nicht! Ich wünsche mir vielmehr, dass Besucher:innen dort stöbern, Antworten auf ihre Instagram-Fragen finden und einen guten Eindruck davon bekommen, wie ich arbeite.
Die ersten Blumen sind bereits gepflanzt und blühen in bunten Farben. Die Startseite begrüßt neue Besucher:innen freundlich. An einigen Ecken des Friedhofs befinden sich noch kleine Baustellen. Aber irgendwann wird aus meinem Projektfriedhof ein richtig schöner, kleiner Garten. Gepflegt, einladend und vor allem: lebendig.
Falls du neugierig bist, wie sich meine Website in den nächsten Monaten entwickelt, schau gerne immer wieder einmal vorbei.
Und falls du selbst gerade vor einem Projekt sitzt, das schon viel zu lange auf deinem ganz persönlichen Projektfriedhof liegt, dann sieh diesen Artikel vielleicht als kleinen Anstupser.
Du musst heute nicht den ganzen Friedhof umgraben. Vielleicht reicht es schon, einfach die ersten Blumen zu pflanzen. 🌺🌼🌷

Du hast auch einen Projektfriedhof – allerdings auf Instagram? 😉
Reels, die seit Wochen als Entwurf gespeichert sind? Oder ein Profil, das schon lange mal wieder ein bisschen Liebe vertragen könnte? Falls du dabei gerade innerlich genickt hast: Du musst nicht alleine buddeln.
Genau dabei unterstütze ich Selbstständige wie dich in meinen 1:1-Beratungen (30 min. online um 60,- Euro) – pragmatisch, verständlich und ohne kompliziertes Marketing-Blabla. Gemeinsam gehen wir das an.
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Gemeinsam gehen wir das an.
Die ersten Blümchen sind bestimmt schnell gepflanzt. Ich freu mich auf deine Kontaktaufnahme.




Öhm … holy…, das ist schon die Kür unter den Teilnehmenden, liebe Martina. Ich bin gerade echt sprachlos! Das ist ja schon wie ein Plottwist im Buch 😁. Mega gut, ich bin so happy, dass die Blogparade dir den nötigen Anstoß gegeben hat. Bei mir ist die gesamte Webseite gefühlt nie so, wie sie aussehen sollte, aber trotzdem online. Nach dem Motto „better done than perfect“. Schön, dass du bei meiner Blogparade mitgemacht hast, und freu mich, dass dein Friedhof endlich wieder mehr Leben bekommt. (das klingt irgendwie makaber. 🤣) Herzliche Grüße Alexandra
Ach Alexandra, was für ein lieber Kommentar – DANKE! 🥹❤️
Und vor allem danke für deinen Anschubser mit der Blogparade!
Ohne den würde meine Website vermutlich noch ein Weilchen friedlich vor sich hinschlummern.
Merciiii und alles Liebe,
Martina